Ligurien · Urlaub

Einsam – aber nicht allein (Ligurien Teil 1)

Sie gehören zu den malerischsten Dörfern von ganz Italien und außerdem zum Unesco Weltkulturerbe. Und üben tatsächlich einen besonderen Zauber aus, dem man sich nur schwer entziehen kann. Trotz ihrer Berühmtheit waren sie jedoch nicht dermaßen überlaufen, wie zunächst befürchtet, im Juli ist der Zustrom wohl am stärksten. Der Arzt, der uns später für die Heimreise testete (mit Geheimtipp gibts Tests in Italien mancherorts auch gratis) meinte, er pople jetzt nur noch 50 statt 100 mal am Tag in Nasen. Tipp für interessierte Ungeimpfte: Einreisetests im Urlaubsland kann man sich jedoch sparen, zumindest am Grenzübergang A92 bei Bregenz fährt man völlig unkontrolliert wieder nach Deutschland rein. Wir konnten in Cinque Terre sogar die raren Badeplätze zur Erfrischung nutzen.

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Einsam – aber nicht allein (Ligurien Teil 3)

Beim letzten Run am Abreisetag hat es Frau Sturm voll auf die Fresse gehauen. Das heisst, Gott sei Dank nur aufs Knie und die Handballen, mit denen ich mich abgefangen habe (meine Hände sahen aus als ob ich gekreuzigt worden wäre). Ich joggte auf Schotterweg und es passierte schön auf der Geraden. Wollte halt ein bisschen flotter sein als sonst, damit es beim Packen danach zeitlich nicht zu eng werden würde. VOR dem Frühstück und VOR dem Pool wohlgemerkt, wo ich, wie gesagt, noch relativ hirnlos bin. Ergebnis: ordentliche Schürfwunden am Knie, Oberschenkel und beiden Handballen, dort sogar mit dekorativ platzierten kleinen Steinchen unter der Haut. Sah schon irgendwie interessant aus. Bin dann sofort wieder aufgestanden und hab erstmal geschaut, ob’s keiner gesehen hat und dann so getan, als ob nix wäre (für den Fall dass es doch jemand beobachtet hat). Danach hinter die nächste Kurve gejoggt, um das ganze Ausmaß zu begutachten. In der Kita fragten mich später die Kids: „Hast du geweint?“

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Einsam – aber nicht allein (Ligurien Teil 2)

Zum Beispiel jagen die Italiener im Affentempo in unübersichtliche Kurven rein, hupen zur Warnung zwar vorher immer kurz (Micha macht das jetzt auch ganz brav) du musst aber trotzdem damit rechnen, dass dir der Gegenverkehr jederzeit auf deiner Spur entgegenkommt, den Weg abschneidet und dich zu ner Vollbremsung zwingt. Ist’n bisschen wie bei manchem aktuell in Deutschland. Man läßt dir keine Wahl, obwohl du eigentlich im Recht bist, fährst schließlich verkehrsgerecht auf DEINER Spur und gefährdest da auch niemand. Wirst aber durch andere gezwungen, voll in die Eisen zu steigen. Würde jeder akzeptieren, dass er auf der Fahrspur des anderen NIX verloren hat, wäre das null Problem. Wenn man bei mir versucht, mich zu was zu zwingen statt mich zu gewinnen, werde ich erst recht stur.