Allgemein

Life is live

Leben läuft NICHT online. Leben ist LIVE! Jetzt, nachdem man über zwei Jahre wegen Corona gezwungen war, alles mögliche online anzubieten bzw. zu konsumieren, ist es doch wahrlich an der Zeit, mit diesen ganzen Online Angeboten auch mal wieder aufzuhören.! Es soll Leute geben, die sich so sehr daran gewöhnt haben, z.B. den Gottesdienst online zu schauen, dass sie vor Ort in ihrer Kirche fast nicht mehr auftauchen, Oder Sänger/innen, die es mittlerweile bevorzugen, nur noch online an Chorworkshops teilzunehmen. Seminare, Meetings, Coachings, Events, ja sogar Feiern werden mittlerweile online angeboten. Oder Kongresse. Ich kann das Wort Online Kongress langsam nicht mehr hören. Gefühlt macht jeder gerade so einen Kongress. Bevorzugt von irgendeinem sonnigen Land aus und möglichst im Winter, wenn das Wetter hierzulande sich eher bescheiden zeigt.

Dann sitzen da ganz oft irgendwelche Referent/innen, deren sonnengebräunter Teint durch Palmen im Hintergrund besonders gut zur Geltung kommt und interviewen in meist ziemlich mieser Tonqualität irgendwelche anderen „Agenten“, welche zu Themen, die meist irgendwas mit Glück oder Erfüllung zu tun haben, ultra schlaue Weisheiten von sich geben.

Ich will ja nicht per se alle online Kongresse schlecht machen. Bestimmt gibt‘s da auch Hilfreiches darunter, keine Ahnung. Doch was ich echt komisch finde ist, dass man, falls man irgendwelche Videos aus Zeitgründen nicht angucken kann, am Ende ein Gesamtpaket aller Videos zu unschlagbar günstigen Rabattpreisen, die man natürlich nur zu begrenzter Zeit bekommt, kaufen kann. Mit lebenslangen Zugang. LEBENSLANG!! Das muss man sich mal geben… Ich werde mir doch , wenn ich mal so in meinen Achzigern bin, nicht irgendwelche Videos über, sagen wir mal Sinnfindung im Beruf oder Ähnliches, angucken. Erstens sind diese Videos doch bis dahin längst verschütt gegangen und zweitens werde ich mich dann, falls ich da überhaupt noch am Atmen sein sollte, ganz sicher mit situationsangepassteren Themen beschäftigen. Ich komme ja nichtmal dazu, mir unsere selbst aufgenommenen Familienvideos anzuschauen, was deutlich mehr Anreiz hätte. Mal Hand aufs Herz: Wer holt (bzw. findet) schon, wenn es von Nöten wäre, irgend ein Fachliteratur Buch , das er sich vor Jahren gekauft hat, um nachzulesen, wie man mit einer bestimmten Sache umzugehen hat. Ich jedenfalls nicht. Wenn man so einen Kongress veranstaltet, dann verdient man daran wohl so gut, dass man sich ein komplettes Überwintern im sonnigen Süden leisten kann, Klar, dass ich das als „Travellerin mit Südland Fokus“ auch gern nutzen würde. Allerdings glaube ich kaum, dass dabei wirklich viel rum kommt. Zumindest nicht im Schwoabaländle. Da kauft sich doch keine Sau irgendwelche teuren Videopakete, nur weil man eins davon nicht gucken konnte. Echte Schwaben nehmen, wenn sie denn wirklich mal was so brennend interessiert, entsprechendes Video einfach auf (selbst wenn man‘s eigentlich nicht darf) und würden nie und nimmer auf die Idee kommen, ihren Geldbeutel für sowas zu belasten 😉 Das einzige was mich fuchst: Wenn, dann wäre eh letztes Jahr DIE Gelegenheit gewesen, richtig Kohle abzugreifen. Mit einem Kongress: „Wie umgehe ich möglichst smart unsinnige Corona Regeln (natürlich NUR unsinnige 🙂 ohne mich erwischen zu lassen“ hätte ich wahrscheinlich Yuppie werden können 🤪

Gospelworkshop live

Wie auch immer, ich genoß es jedenfalls Mega, endlich mal wieder einen Gospelworkshop IN ECHT machen zu können. Die Sänger und Sängerinnen eines Chores (plus sonstige Interessierte) aus Marschalkenzimmern bei Dornhan im Schwarzwald (davor wusste ich nichtmal, dass dieser Ort überhaupt existiert 🙂 waren mindestens genau so begeistert dabei wie ich. Wir hatten einen Riesen Spaß zusammen! Ich merkte, wie sehr ich solche Sachen vermisst habe. Tut mir leid, aber so ein Workshop taugt online einfach nix! Das muss live sein und dann entwickelt sich da auch echtes Life! Lebendiger ging jedenfalls kaum als beim Einsatz im Gottesdienst am nächsten Tag. Zu meinen Begabungen gehört vor allem, Menschen zu motivieren, zu aktivieren und sie zu animieren, aus sich herauszugehen und selbst überrascht zu sein, was so in ihnen steckt. Wenn ich mir vorstelle, sowas über ne Screen machen zu müssen, ohne direktes Feedback aus den Gesichtern, zu denen ich rede – No Go! Also schön bei bodenständigen Gospelworkshops bleiben und sich auf den Gran Canaria Winterurlaub freuen, statt Online fett Kohle zu verdienen und direkt auszuwandern. Letzteres ist langfristig vielleicht auch so drin 😉

Hör ich „In Ear“ – krieg ich fear (Angst)

Ernsthaft, diese fiesen kleinen Ohrstöpsel, die einem dauernd wieder aus dem Ohr purzeln und inzwischen leider fast überall benutzt werden, brachten mich schon immer an den Rand des Wahnsinns. Es ist ja nicht so, dass ich mich erst jetzt damit beschäftigen würde. Ich hatte schon welche getestet, als Otto Normalverbraucher noch nicht mal wusste, was das überhaupt ist. Und damals schon beschlossen, dass das nix für mich ist. Ich brauche einfach das Gefühl, dass die Musik direkt im Raum ganz um mich rum ist, was dem In Ear Konzept völlig fehlt. Da bist du wie „auf einer „Insel“, hörst dich selbst zwar super gut und manchen Mitmusiker kannst sogar „abschalten“ was durchaus manchmal Vorteile hat, aber dieses schön eingebettete, runde „um dich rum Gefühl“ geht dabei komplett flöten. Du fühlst dich nicht mehr richtig als Teil eines Ganzen sondern machst akustisch „dein Ding“ separat. Natürlich gewöhnt man sich bekanntlich an alles, aber daran WOLLTE ich mich bisher halt eben nie gewöhnen. Lieber schleifte ich mitten in den Nacht verschwitzt und halb tot irgendwelche Monitore durch die Gegend. Das war‘s mir einfach wert. Doch leider – oder auch zum Glück (denn sonst wärs ja auf Dauer langweilig) mache ich eben auch mit anderen zusammen und nicht nur alleine Musik. Aber nicht jeder musikalische „Genosse“ ist so leidensbereit 🤣 Fazit: Frau Sturm hat sich jetzt halt auch solche Dinger zugelegt. Der absolute Hammer: Mein Favorit kostete gerade mal 20€. Nachdem ich sau teure In Ears mit Bass Boost etc. ausprobiert hatte, die über 1000€ kosten und dem Verkäufer sagen musste, dass die – mit Verlaub – leider auch scheiße klängen – bestellte Micha welche, die Bekannte von uns auch benutzen. Also ein authentisches Klangerlebnis ist natürlich definitiv was anderes, aber damit kann ich jetzt einigermaßen leben. Und gegen die 1000€ Dinger kommen sie allemal an. Ich sag‘s meinem „Alfonso“ ja immer: Du hat’s echt ne seeehr bescheidene „Maria“, mein Lieber. Andere Ehefrauen sind definitiv „teurer“!

Selbstgemachte Zimtschnecken mit neuer Wickeltechnik

Es werde Licht

Ohne meine 10.000 Lux Lichtlampe von Phillips wäre ich im Winter echt aufgeschmissen. Und ohne mein Winterschwimmen (Pool bei 6-7Grad) meine Infrarot Wärmekabine, schönen, heißen Gyokuro Tee, regelmäßige Waldspaziergänge und leckere Zimtschnecken auch. Im Naturkindergarten sind wir jetzt langsam echt gefordert, denn 6 Stunden am Stück in nasskaltem Wetter zu sein, das muss man wollen. Aber ich WILL‘S immer noch! Draußen gibt‘s nämlich selbst bei bewölktem Himmel auch immer eines: LICHT. Wenn schon keine Sonne, dann wenigstens L. I. C,. H. T. 🌞

Die Schäfchen…
Immer noch bissle Farbe da, uff!
Gyokuro – teuer but lecker! (Und gesund!!)
Manchmal wartet das Licht weiter hinten auf dich
Wenn’s morgens so aussieht: happy 🙂

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